Real Sharing Economy

Mogelpackungen

Nicht überall wo Sharing Economy draufsteht, ist auch wirklich Sharing Economy drin. Unternehmen wie AirBNB, Uber und Co. betreiben zwar Plattform Geschäftsmodelle, welche das Teilen bzw. den Austausch von Services unter Prosumenten ermöglichen. Dabei extrahieren sie aber einseitig Wert, vereinnahmen also das generierte Surplus für sich.

Die wahre Sharing Economy baut dagegen Organisationen, die kooperative Strukturen  mit Online Plattformen verbinden und so Wert für alle generiert und damit insgesamt natürlich auch für Mensch und Gesellschaft und weniger für digitale Super Todes Sterne. Der Begriff für diese Ausprägung von Sharing Economy lautet „Plattform Coops“ . Plattform Kooperationen – wir haben hierzu in Montabaur ein eigenes Meetup ins Leben gerufen – stellen die Frage: Was wäre, wen Uber den Fahrern gehören würde und diese Fahrer das Unternehmen auch betreiben? Was wäre wenn AirBNB den Menschen gehören würde, die auch den Wert auf der Plattform erstellen?

 

Innovation von Bedeutungen

Natürlich spielt auch Blockchain hier eine zunehmend wichtigere Rolle, weil dadurch digitale Plattformen  möglich werden, die keinen zentralen Betreiber mehr haben. In meiner Finletter Kolumne treibt mich dieses Thema immer wieder um, und inzwischen beginnen auch deutschsprachige Genossenschaften die Chancen und Zusammenhänge zu erkennen.  Die Chance liegt dabei vor allem auch darin, Organisations- und Geschäftsmodelle jenseits des zunehmend unattraktiver werdenden Banken Marktes zu finden, denn gerade die Regionalbanken müssen sich in eine Richtung neu aufstellen, die sie nicht gleicher macht (Fintech schafft keine Unterschiede) sondern die sie deutlich unterscheidbar macht und dies geht nur durch „Innovation of Meaning“.  Also die Schaffung von Bedeutung für das menschliche Leben und Zusammenleben.

Wir möchten dieses Thema in unserem Blog nun häufiger beleuchten und freuen uns dabei natürlich auch über Gastbeiträge, eigene Aktivitäten und Meinungen, die wir hier auch veröffentlichen werden.

Beginnen wir also unsere Serie mit der Vorstellung von Unternehmen der Real Sharing Economy.  Den Anfang macht Fairmondo aus Deutschland

 

Fairmondo

Fairmondo ist die kooperative Version von ebay. Die Waren Anbieter auf der Plattform sind gleichzeitig auch deren Besitzer. Die Organisation wurde 2017 von Felix Weth in Berlin gegründet. Die Genossenschaft umfasst inzwischen mehr als 200o Mitglieder mit Einlagen zwischen 10 und 10.000 Euro. Die kulturelle Basis wird geprägt von einem Open Source Ethos, Open Innovaion und einer Gesellschaft aufgebaut auf einer „Commons“ Philosphie – also auf  gemeinsam hergestellte, gepflegte und genutzte Produkte und Ressourcen unterschiedlicher Art.

 

Internetseite von Fairmondo

Mehr zur Genossenschaft von Fairmondo

Gemeinwohlbilanz von Fairmondo

 

 

About the author

Boris Janek -

Similar Posts

Leave a reply

required*