Dies ist ein Gastbeitrag von Holger Gelhausen.


Letzte Woche war ich mit meinem Kollegen Frank Neuhaus, auf Einladung von Arno Marx und Markus Stegfellner, den beiden Schirmherren der Veranstaltung,  auf der Genovation 17, um uns mit vielen Genossen und Querdenkern über Genossenschaften 2.0 auszutauschen. Es war ein intensiver Dialog über verschiedene Konzepte zu Weiterentwicklung.

Auf der   GENOVation haben mehr als 40 Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer und 10 Design-Thinking-Coaches haben Raum und Zeit am 19. und 20. Juli 2017 in Berlin genutzt, um 8 Prototypen genossenschaftlicher Innovationen co-kreativ und im WeQ-Modus zu entwickeln

Wir haben tolle Menschen kennengelernt alle mit dem Willen der Veränderung zur mehr Menschlichkeit und auf ihrer individuellen Reise.

Was mich besonders berührt hat, waren sehr herzliche Erfolgsgeschichten zur Strategieentwicklung. Ein Vorstand hat z.B.: neben den Mitarbeitern deren Kinder und Ehefrauen eingeladen, um ein Zukunftsbild für deren Genossenschaft zu entwickeln.

Ein weiterer besonderer Dialog beschäftigte sich mit der Frage. welche Führungsprinzipien des heiligen Benedikt in unserer heutigen Welt noch Bestand haben und uns Orientierung geben können. Das war eine schöne innere Tiefe, denn Friedrich Wilhelm Raiffeisens Engagement fußte auf der christlichen Nächstenliebe.

Wir hatten in unsere Arbeitsgruppe haben wir Konzepte entwickelt, durch die wir mehr Partizipation in unsere Mitgliederstrukturen bekommen.

Die Frage ist nicht zu beantworten ohne mehr in die Ursprünge der Gemeinschaften zu gehen. Was halten Gemeinschaften (Commons und Genossenschaften) in der Tiefe zusammen? Was sind die Erfolgsfaktoren und die Hürden, um ein langfristiges und nachhaltiges Engagement zu ermöglichen.

Mein Gefühl und auch die Dialoge mit den anderen Genossen zeigten, dass einigen Genossenschaften der höhere Zweck und damit die Werte zur Umsetzung etwas verloren gegangen ist. Raiffeisens Werk ist ja ein Innovationsbeispiel besonderer Güte. Angetrieben von der Nächstenliebe und würde man sein Why-How-What U(Simon Sinek. Start with why) heute vielleicht so beschreiben:

Aktuell gibt es viele Unternehmensbeispiele wo umsichtige Unternehmenslenker ihre Unternehmen wieder auf den höheren Zweck und die Werte (z.T.: mit einer neuen Interpretation) der Unternehmensgründer ausgerichtet haben. Gerade für Genossenschaftsunternehmen liegt hier eine besondere Chance.

Erfolgreiche wertebasierte Innovationen

  1. Wie rettete Lou Gerstner die IBM?*
  2. Wie gab Alan Mulally Ford ein neues Leben?**
  3. Wie konnte Prof. Meyer-Galow in kurzer Zeit die Hüls AG sanieren?***
  4. Wie erdete Peter Gerstmann die Zeppelin-Werke?****

Mein Post ist ein Auftakt zu einer Blogserie über wertebasierte Innovation, folgende Beiträge werden in Kürze hier erscheinen.

  1. Erfolgsbeispiele von wertebasierten Unternehmen
  2. Wie verlieren Unternehmen ihre Werte und verwirren Ihre Mitglieder und Mitarbeiter
  3. Ein kleiner Test wie man schnell einen Überblick über verschiedene Interpretationen bekommt.
  4. Das Why, How und What
  5. Der höhere Sinn und Higher Purpose im Vergleich zu einem Massiv Transformation Purpose
  6. Warum Erfahrungen und Bedeutungen nicht übertragen werden können?
  7. Wie komme ich zu meinem eigenen Why?
  8. Wie können Unternehmen wieder zu Ihren Wurzeln kommen?
  9. Ein kleiner Ausflug über den aktuellen Stand der Forschung
  10. Was würde ich lieben, was meine Kunden lieben würden. Wenn wir unseren eigenen Produkte nicht lieben und als Geschenk sehen würden, wir sollen denn unsere Kunden das lieben?
  11. Welche neuen wertebasierten Innovationsansätze lassen sich für die strategischen Korridore nutzen? -> Innovation of Meaning
  12. Innovation of Meaning in mehr Detail
  13. Warum Design Thinking keine geeignete Methodik ist um neue Werte und Bedeutungen zu entwickeln

*How Great Leaders think. Bolman and Deal, Jossey-Bass Verlag

**How Great Leaders think. Bolman and Deal, Jossey-Bass Verlag

***B. Schmidt, Erfolgreich führen mit innerer Macht – Machtspiele umwandeln

****Management by Zeppelin – Methoden einer kulturbasierten Strategieentwicklung

 

Unser Gastautor Holger Gelhausen

Unser Gastautor Holger Gelhausen

 

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Boris Janek -

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