VR Taler in der Innovationswerkstatt

Nach dem GENOhackathon

Der GENOhackathon ist für einige Teams erst der Anfang. Alle Sieger Teams des Hackathons, die einen entsprechenden Sponsoren gefunden haben, dürfen im Rahmen der Innovationswerkstätten bei der ADG auf Schloss Montabaur ihre Idee weiter validieren. Das 2 Tage dauernde Event ist im Prinzip ein Startup Bootcamp bei dem die Teams von den Coaches der ADG und von unserem Partner mak3it unterstützt werden.

Ein Team, welches nach dem 4 GENOhackathon an der Innovationswerkstatt teilgenommen hat, war das Team von VR Taler. Ein Team Mitglied berichtet von den Tagen auf dem gelben Schloss.

 


Es geht los

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück auf Schloss Montabauer ging es um 9 Uhr morgens los mit der Evaluierung unseres Geschäftsmodells. Mladen (unser externer Coach) wartete bereits mit unseren Betreuern von der ADG, allen voran unserem Mentor Boris Janek, in einem der Seminarräume auf uns. Neben unserem Team (VR-Taler) durfte an diesem Montag und Dienstag auch das Team von VR-MeinNachlass ihr Geschäftsmodell bzw. Ihren Prototypen evaluieren.

Nach einer kurzen Vorstellung und einem Wiederholungs-Pitch unserer Idee ging es direkt los. Zunächst erläuterte uns Mladen wie Start-Ups Ihre Produkte und Geschäftsideen evaluieren und dabei wiederholt und gewollt den Trail and Error Prozess durchlaufen. Darauf aufbauend erfuhren wir den Ablauf der nächsten Tage und welche Erwartungen man an uns hat. Auch wenn es nicht mehr nötig gewesen wäre, steigerte diese kurze Einleitung unsere Neugier und Motivation nur noch mehr und so fingen wir nach einer räumlichen Trennung der Teams endlich mit der Arbeit an.

 

Das Kundenproblem validieren

Value Proposition Canvas – hieß dabei die erste Etappe unserer Evaluierungstour. Beim Value-Proposition Canvas geht es darum, das Wertversprechen des Produktes bzw. seiner Eigenschaften mit den Emotionen der Nutzer (Schmerz, Nutzen und Kunden-Jobs) in Verbindung zu setzen. So wird schnell und leicht ersichtlich, welche Eigenschaften dem Produkt fehlen, wo es seine Stärken hat und welche Emotionen dies bei dem Kunden auslösen kann.

Nach einer Besprechung der Ergebnisse krempelten wir unser Geschäftsmodell (wiederholt!) komplett um. Anstatt Start-Ups über ein ICO Verfahren eine innovative Finanzierungsform zu ermöglichen, hatten wir jetzt das Ziel, eine Handelsplattform für Kryptowährungen und Tokens aufzubauen und dies nach genossenschaftlichen Werten und mit einer Art „Gütesiegel“ für angebotenen Tokens.

Nach mehr als einer Achterbahnfahrt der Gefühle, ganz wie es sich für ein Start-Up gehört, ging es nach dem Mittagessen an die Vorbereitung der Experteninterviews. Unser Mentor hatte zu unserer Freude guten Verbindungen in die „Krypto-Szene“ und so hatten wir die Möglichkeit, mit unterschiedlichsten Experten zu sprechen. Wir stellten Fragen, hörten Aufmerksam zu und versuchten all das Wissen so gut es geht aufzusaugen und in unsere Idee einfließen zu lassen. Um Viele Eindrücke reicher und mit vielen Informationen die noch verarbeitet werden mussten, beenden wir die erste Session und ließen den Tag ausklingen.

 

Ein Pivot

Am Dienstagmorgen ging es nach einer kurzen Planungsrunde direkt in die heiße Phase. Wir hatten nun die Aufgabe unsere gesammelten Informationen möglichst gewinnbringend in unser Geschäftsmodell einzubetten und unsere Idee sowohl praxisnah als auch unumgänglich für die genossenschaftliche Finanzgruppe auszugestalten.

Die Teams wurden dazu erneut räumlich getrennt und wir machten uns an die Vorbereitung unseres Pitches. Mit Unterstützung unseres Mentors und dem ein oder anderen Innovationsmanager der Fiducia bzw. DZ Bank hinterfragten wir nochmals unser Geschäftsmodell/Idee und integrierten so auch noch die wenige Tage zuvor veröffentlichte rechtliche Stellungnahme der BaFin zu ICO-Verfahren und Kryptowähreungen. Anschließend erneuerten wir unseren Pitch und bereiteten uns auf die Präsentation vor. Dann war es so weit. Mladen gab uns das Signal, dass es in fünf Minuten los ginge und wir versammelten uns ein letztes Mal alle gemeinsam im Seminarraum.

 

Der finale Pitch

Nach unserem, durch Applaus begleiteten, Pitch war es geschafft und die Entscheidung über ein Weiterkommen und die tatsächliche Umsetzung unserer Idee im GENO Lab der DZ Bank lag nun in den Händen der Verantwortlichen. Unabhängig vom Ausgang war es für uns eine erlebensreiche und fördernde Chance die nicht nur neue Gelegenheiten zum Netzwerken eröffnet sondern auch das eigene Repertoire an Fähigkeiten enorm erweiterte hat. Danke an alle Beteiligten die uns dieses Abenteuer ermöglicht haben. Gerne wieder!

 


 

Leider hat es das VR Taler Team nicht geschafft sich für das GENOlab zu qualifizieren, , welches die ADG, die Fiducia und die DZ Bank ab Juni erstmals für ein Team öffnen werden. Dennoch konnten wichtige Learnings und Erfahrungen mit der Blockchain Technologie gesammelt werden. U Blockchain wird es in diesem Blog in den nächsten Wochen etwas häufiger gehen. Im Sommer wird es dann bei der ADG die erste Blockchain Summer School geben. Tickets kann man ab sofort bei der ADG erwerben.

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Boris Janek -

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